Eulenburg und Hertefeld, Philipp Friedrich Karl Alexander Botho, Fürst zu, Graf von Sandels
Aus Gesandtendatenbank
| Geboren | 12 Februar 1847 |
|---|---|
| Geburtsort | Königsberg/Kaliningrad |
| Verstorben | 17 September 1921 |
| Sterbeort | Liebenberg bei Templin |
Kontakte
Biogramm
| Beruf | Diplomat, Politiker, Schriftsteller, Komponist, Offizier |
|---|---|
| Standeserhöhung | 1900 Aufnahme in den Fürstenstand; 1901 Graf von Sandels |
| Bildungsgang | 1859 Französisches Gymnasium in Berlin, anschließend Privatunterricht in Nauen, 1863-1866 Vitzthumsches Gymnasium in Dresden, 1869-1870 Abitur in Weilburg an der Lahn, 1872-1875 Jurastudium in Leipzig und Straßburg, 1875 Referendarexamen in Kassel, zugleich Promotion in den Rechtswissenschaften in Gießen |
| Ämterlaufbahn | 1866-1871 Militärdienst, unter anderem Leutnant, 1876 Referendar am Kreisgericht Neu-Ruppin, 1877 Eintritt in den diplomatischen Dienst als Kammergerichtsreferendar in der Handelspolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes in Berlin, 1878 Attaché der deutschen Gesandtschaft in Stockholm, 1879 Geschäftsträger und Vertreter des preußischen Gesandten in Dresden, 1881 Preußischer Botschaftssekretär in Paris, 1881-1888 Legationssekretär (ab 1887 Legationsrat) an der preußischen Gesandtschaft in München, nach 1888 Mittelsmann zwischen dem Auswärtigen Amt und Kaiser Wilhelm II., 1888-1890 Gesandter in Oldenburg, zugleich Gesandter in Braunschweig, 1890-1891 in Stuttgart, 1891-1894 Gesandter in München, 1894-1902 Botschafter für das Deutsche Reich in Wien, 1901 Mitglied des Preußischen Herrenhauses, 1902 Eintritt in den Ruhestand |
| Konfession | Protestantisch |
| Sonstiges | Vertrauter Kaiser Wilhelm II., Wichtige politische Einflussnahme beim Sturz Otto von Bismarcks und bei der Berufung Hohenlohes und Bülows als Reichskanzler, Vorwurf des Spiritismus, 1871 Verleihung des Eisernen Kreuzes, 1888 Verleihung des Roten Adler Ordens IV und des Hohenzollern Ordens, 1889-1921 Hauptmann des adligen Damenstifts Zehdenick, 1906 Verleihung des Schwarzen Adler Ordens, 1906-1909 Eulenburg-Affäre |
| Literatur | Degener, Wer ist's 1908, BBL, S. 106, NDB 4, S. 681-683, WBIS, Eulenburg und Hertefeld, Eulenburgs politische Korrespondenz, Bd. 1, S. 10-73, 93f., 96f., 101, 108, 111, 114, 120f., 126f., 260, 314, 319-321, 643f., 664; Bd. 2, S. 1304, 1310; Bd. 3, S. 1974-1977, 2082, 2122, 2144-2193, Bundesarchiv, Nachlassdatenbank |
Externe Links
- GND 118531352
- VIAF 51684065
- bavarikon Personensuche